{"id":7513,"date":"2019-06-05T22:02:51","date_gmt":"2019-06-05T20:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/?p=7513"},"modified":"2019-06-05T22:02:54","modified_gmt":"2019-06-05T20:02:54","slug":"charaktertest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/charaktertest\/","title":{"rendered":"Charaktertest"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Viererteam machte sich dieses Jahr auf den\nWeg nach Neubrandenburg, um sich der Tor(Tour) der Mecklenburger Seenrunde zu\nstellen. Ok es waren nicht nur vier sondern \u00fcber 3000 Teilnehmer, aber darunter\nvier vom Team der Laufgruppe LVB + friend. Zwei mussten und zwei wollten sich\nqu\u00e4len. Da Hendrik und Helge den Deutschland Klassiker als ihr Lebensziel\nausgerufen und das dazugeh\u00f6rige Langstreckenschwimmen, den Frankfurt-Marathon\nund den Skimarathon bereits bew\u00e4ltigt hatten, fehlte nun \u201enur noch\u201c der 300 km\nRadmarathon, was auch immer ein Radmarathon ist. Die inflation\u00e4re Verwendung\ndes Begriffs Marathon widerstrebt mir eigentlich, aber die Radsportgemeinde\ndefiniert Strecken von 300 km und mehr auch als Marathon. Tim hatten wir als\nZugpferd auserkoren, und ich wollte es nach 2015 und 2017 auch nochmal wissen,\nwie es sich anf\u00fchlt, nach zw\u00f6lf oder auch mehr Stunden im Sattel das Ziel im\nKulturpark von Neubrandenburg zu erreichen. Um es vorwegzunehmen, es f\u00fchlt sich\nimmer wieder gut an, und dann wei\u00df man auch, warum man es trotz einiger\nSchmerzen und Zweifel wieder getan hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7517 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-300x200.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-768x512.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-90x60.jpg 90w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-180x120.jpg 180w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/5323_20190525_041058_159523128_original-95x64.jpg 95w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/683;\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich hatte mich wohl bez\u00fcglich meiner Hinfahrt\nnicht ganz klar ausgedr\u00fcckt. Jedenfalls gab es das Problem, dass Helge den\nTransport von nur 3 R\u00e4dern geplant hatte und nun noch auf die Suche nach einem\n3-er Fahrradtr\u00e4ger gehen musste. Sein eigenes Rad wurde im Auto verstaut. War\nein bisschen eng, war aber auszuhalten. Die Nachbarin konnte uns aushelfen und\nstellte ihren Fahrradtr\u00e4ger leihweise zur Verf\u00fcgung. Gegen 15 Uhr ging es dann\nlos in den hohen Norden, wobei ich nicht so ein gutes Gef\u00fchl hatte. Mir war es\nin der Vorbereitung zu kalt zum Radfahren, und auch die Prognose f\u00fcr den\nRenntag war nicht \u00fcberragend. Das einzig Positive daran war, dass kein Regen zu\nerwarten war.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Homepage der V\u00e4tternrunde, dem Vorbild der Mecklenburger Seenrunde, werden 1000 Trainingskilometer empfohlen. Ich kam auf 700 km, war also eher schlecht vorbereitet, hoffte auf Gruppen, in denen man mitrollen kann und auf wenig Wind. Zumindest der zweite &nbsp;Wunsch sollte nicht in Erf\u00fcllung gehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/02-2_Startunterlagen-1024x575.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7519 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/02-2_Startunterlagen-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/02-2_Startunterlagen-300x169.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/02-2_Startunterlagen-768x432.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/02-2_Startunterlagen.jpg 1340w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/575;\" \/><figcaption> Gr\u00f6\u00dfenvergleich: hinter Tim bekam man gut Windschatten <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Start-Zielbereich angekommen hielten wir uns\nnicht lange auf, holten nur unsere Startunterlagen ab und inspizierten einige\nder sogenannten Nightrider, die schon ab 20 Uhr auf die Strecke gehen und die\nganze Nacht durchfahren. Das haben wir 2015 praktiziert, hatte auch seinen\nCharme, aber sch\u00f6ner ist es doch am Tage. 3 km entfernt vom Start befand sich\nunser Quartier, wo unsere liebevollen Gastgeber (5 Sterne) uns schon erwarteten\nund sofort den Grill anwarfen. Es war beeindruckend, was hier aufgetafelt\nwurde. Man konnte so zwischen etwa 10 verschiedenen Biersorten w\u00e4hlen. Schade\neigentlich, dass wir morgen 300 km Rad fahren wollten, exakt waren es 301,5 km.\nEnergie hatten wir auf jeden Fall genug getankt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nacht sollte sehr kurz werden. Wir hatten uns f\u00fcr den Startblock um 4 Uhr gemeldet. 3 Uhr war Wecken, noch einen Kaffee und ein Croissant eingeworfen, die Fahrr\u00e4der waren pr\u00e4pariert \u2013 halt: nicht ganz. Hendrik brauchte noch eine gef\u00fchlte Viertelstunde, um seine ganze Technik zu installieren. Selbst eine Notstromversorgung war an Bord, ein rollendes Navi-Entertainment-Center. Dann ging es durch das n\u00e4chtliche Neubrandenburg zum Start. Da es noch d\u00e4mmrig war, war f\u00fcr alle Starter bis 4:30 Uhr Licht am Rad vorgeschrieben, und das wurde am Start auch kontrolliert. Nat\u00fcrlich war unser auf den ersten Kilometern von einer Polizei-Eskorte begleiteter Startblock schon weg, aber in der Ferne sahen wir noch die R\u00fccklichter und hetzten mit 2 Minuten Versp\u00e4tung hinterher. Am Fu\u00dfe des Berges in der Namen gebenden Bergstra\u00dfe hatten wir den Anschluss an die Gruppe hergestellt, die sich aber sofort in die L\u00e4nge zog, weil das f\u00fcr norddeutsche Verh\u00e4ltnisse schon ein ziemlicher Anstieg war. Einige waren schon im Rennmodus. F\u00fcr mich begann des Rennen als ich oben war. Der Motor war warm gelaufen. Alles andere als warm waren die Au\u00dfentemperaturen an diesem fr\u00fchen Morgen. Bei 10\u00b0C hatten wir uns f\u00fcr lange Bekleidung entschieden, denn auch \u00fcber den Tag sollte es nicht wesentlich w\u00e4rmer werden. W\u00e4hrend der Moderator am Start noch von einem \u00fcberwiegend sonnigen Tag sprach, sah die Realit\u00e4t komplett anders aus. Es war k\u00fchl, was sich bei mitunter heftigem Nordwestwind noch k\u00fchler anf\u00fchlte, und die Sonne kam erst am Abend heraus, als wir schon fast im Ziel waren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"590\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/03-3_043132_km-13-Dewitz-cut.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7520 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/03-3_043132_km-13-Dewitz-cut.jpg 900w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/03-3_043132_km-13-Dewitz-cut-300x197.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/03-3_043132_km-13-Dewitz-cut-768x503.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/03-3_043132_km-13-Dewitz-cut-90x60.jpg 90w\" data-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 900px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 900\/590;\" \/><figcaption> Nach einer halben Stunde hatten wir uns eingerollt <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Obwohl ich auf diesem Kurs schon zum dritten Mal unterwegs war, erstaunten mich doch wieder die vielen Anstiege, die sich gerade auf den ersten 40 km in der Feldberger Seenlandschaft h\u00e4uften. Umso berauschender waren dann nat\u00fcrlich die Abfahrten, aber ein richtiger Rhythmus wollte sich nicht einstellen. Die Gesamtstrecke weist immerhin 2345 H\u00f6henmeter auf, das Doppelte der V\u00e4tternrunde. Da hat die Kopie dem Original die Schau gestohlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"707\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/msr-19-strecken_ks.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7516 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/msr-19-strecken_ks.jpg 1000w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/msr-19-strecken_ks-300x212.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/msr-19-strecken_ks-768x543.jpg 768w\" data-sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1000px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1000\/707;\" \/><figcaption> Die 90 km Runde ist den Frauen vorbehalten, M\u00e4nnerdiskriminierung??<br \/> Frauen dagegen d\u00fcrfen den M\u00e4nnern auf der 300 km Strecke die Hacken oder auch andere sch\u00f6ne K\u00f6rperteile zeigen, finde ich in Ordnung. \u00dcberholen erw\u00fcnscht! <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>So durch die wundersch\u00f6ne Feldberger\nSeenlandschaft zu hetzen ist eigentlich Frevel. Da verbringen andere ihren\nUrlaub. Dort sollte man verweilen. Wir hatten daf\u00fcr nur eine Viertelstunde im\nDepot am Haussee bei km 41, wo wir unser Fr\u00fchst\u00fcck zu uns nahmen. F\u00fcnf Minuten\ngab\u2019s noch drauf, bis Hendrik seine Technik wieder montiert hatte, dann ging es\nRichtung Neustrelitz weiter durch die h\u00fcgelige Landschaft. Auf dem\nKopfsteinpflaster in Neustrelitz wurde man richtig durchger\u00fcttelt. Einige\nhatten ihre Ersatzschl\u00e4uche verloren oder auch die R\u00fccklichter. Gro\u00dfer Andrang\nmit Schlangestehen an der \u201eEssensausgabe\u201c bei km 85. Bemmchen und Kaffee und\ndavon viel. Hendrik musste schon zum zweiten Mal pinkeln. Er wurde heute zum\nJ\u00fcrgen Sch. der MSR. J\u00fcrgen hatte es vor vielen Jahren tats\u00e4chlich\nfertiggebracht, nach jeder Runde des Wintermarathons bis km 25 pinkeln zu\nm\u00fcssen. Heute wiederholte sich das bei Hendrik. Komisch ich brauche meine\nK\u00f6rperfl\u00fcssigkeit zum Schwitzen. Da bleibt f\u00fcrs Wasserlassen nichts mehr \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend gab es eine Strecken\u00e4nderung im Vergleich zu 2015. War wohl zu flach die alte Strecke. \u00dcber Wesenberg bis Wustrow rollte es ja noch super, aber danach wurde es wieder heftig. Ich hatte etwas den Anschluss verloren, es wurde wieder h\u00fcgeliger, so ein Loch schlie\u00dft man allein nicht mehr. Da war ich den Dreien wirklich dankbar, dass sie auf mich warteten. Besonders hat sich \u2013 wie von uns geplant \u2013 Tim Bestnoten verdient, der sich immer wieder vor unsere kleine Gruppe spannte und Windschatten bot. Aber auch Hendrik war in Topform. Wie macht der Kerl das blo\u00df? Heimlich trainiert? Was eingeworfen? Die Strecke zum dritten Depot in Schwarz war landschaftlich sicher einer der sch\u00f6nsten Streckenabschnitte. Auf schmalen gut asphaltierten Stra\u00dfen rollten wir durch die Mecklenburger W\u00e4lder immer wieder entlang von Seen. Wie es hinterher hie\u00df, begegneten die Nightrider wenig \u00fcberraschend Wildschweinen, Dachsen und anderem Getier. Wir mussten uns mit ein paar Kranichen und St\u00f6rchen zufrieden geben. Aber die Strecke hatte es in sich. Nach jeder bew\u00e4ltigten Kuppe sah man vor sich schon die n\u00e4chste. Unser Spruch war dann: Wenn ich in die Berge will, fahre ich eigentlich in die Alpen und nicht nach Mecklenburg, kann mir den langen Weg aber auch sparen. Zu allem \u00dcberfluss befand sich das Depot in Schwarz unten am See, den Berg auf die Strecke zur\u00fcck mussten wir wieder hoch. Ich will nicht \u00fcbertreiben, aber die Summe der vielen Anstiege, die uns bis zum Ende der Tour begleiten sollten, konnte einem den Zahn ziehen. Dass hier aber die meisten Wiederholungst\u00e4ter waren, zeigte sich daran, dass von den \u00fcber 2000 Startern auf der gro\u00dfen Runde nur 50 nicht im Ziel ankamen. Dazu wollte ich nicht unbedingt geh\u00f6ren. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/06-1_R\u00f6bel-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7524 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/06-1_R\u00f6bel-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/06-1_R\u00f6bel-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/06-1_R\u00f6bel-768x576.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/06-1_R\u00f6bel-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/768;\" \/><figcaption>Depot R\u00f6bel bei km 155, gut versichert waren wir auch <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Hauptdepot in R\u00f6bel erwartete uns. Die\nH\u00e4lfte war geschafft. Wer immer noch oder schon wieder hungrig war, bekam hier\nfast alles, was das Herz begehrte. Hauptgang waren die Spaghetti mit\nTomatenso\u00dfe. In einer Ecke standen Tische mit der Schwedenfahne und typisch\nschwedischer Verpflegung wie Blaubeersuppe oder Haferkeksen. Wir sa\u00dfen mit zwei\nNeubrandenburgern am Tisch, die uns schon auf dem vorherigen Streckenabschnitt\nbegleiteten. Sie hatten offensichtlich den Plan, von unserm bzw. Tims\nWindschatten zu profitieren und warteten auf unsere Weiterfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Plan ging auf. Wir wurden sie bis fast zum Ende nicht mehr los. Nein, das ist nicht richtig. Sie waren sehr kooperativ und wir hatten nette Unterhaltung mit ihnen. Zu sechst f\u00e4hrt es sich auch leichter als zu viert. Immer wieder wurden wir jetzt aber von Expressz\u00fcgen \u00fcberholt, gro\u00dfen Teams in einheitlicher Bekleidung, die hier mit Tempo 40 und mehr um die Seen heizten. Das Gegenteil waren die zwei jungen Burschen, die auf einem Tandem in Klappfahrradgr\u00f6\u00dfe die 300 km bew\u00e4ltigten. Wir trafen sie bei km 193 im Depot Nossentiner H\u00fctte. Sie waren bestimmt am Abend zuvor gestartet, hatten also etwa sieben Stunden Vorsprung auf uns gehabt. Da Zielschluss in Neubrandenburg erst um 24 Uhr war, hatten sie genug Zeit, um rechtzeitig anzukommen. Das sind die wahren Helden der MSR.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7525 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-300x199.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-768x509.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-90x60.jpg 90w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-180x120.jpg 180w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein-95x64.jpg 95w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/07-3_123220_km-180-Larz-klein.jpg 2000w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/678;\" \/><figcaption>  Landschaftlich etwas f\u00fcr Genussfahrer, sportlich ein Anstieg der Leiden<br \/> Genau bei km 180 in Lenz am Plauer See, die Berge werden nicht mehr meine Freunde <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p> Mindestens ein wirklich bedeutsamer Punkt stand uns noch bevor, und den ersehnte ich schon seit mindestens 50 km. Es war nicht die Tafel, die uns mitteilte, dass nur noch 100 km zu fahren w\u00e4ren. Entscheidend f\u00fcr den Kopf war der scharfe Ostknick drei Kilometer sp\u00e4ter in Vollrathsruhe. Wir bekamen von jetzt an bis ins Ziel fast nur noch R\u00fcckenwind. Auch wenn man es ihm nicht ansah, Tim war schon seit 25 km \u00fcber seinen bisherigen Streckenrekord hinweg. Kein Hit f\u00fcr ihn. Er spannte sich weiter vor uns. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/09-2_noch-100km-klein-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7526 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/09-2_noch-100km-klein-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/09-2_noch-100km-klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/09-2_noch-100km-klein-768x576.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/09-2_noch-100km-klein-45x35.jpg 45w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/09-2_noch-100km-klein.jpg 1500w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/768;\" \/><figcaption>Gut f\u00fcr die Seele, wenn auf dem Fahrradcomputer eine 200 steht <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p> Weiter in stetigem Auf und Ab steuerten wir das Depot Alt-Sch\u00f6nau bei km 240 an. Dieses habe ich von meinen bisherigen Teilnahmen in bleibender Erinnerung. 2015 kam ich hier fr\u00fch um 6 Uhr an, es regnete, es war hundekalt. Auf dem Hof standen Feuerschalen, um die sich ein paar frierende Radfahrgestalten gruppiert hatten. Einige gaben hier auf. 2017 standen Wasserbecken auf dem Hof, in denen schwitzende Radfahrer bei 30\u00b0C ihre brennenden F\u00fc\u00dfe k\u00fchlten. Diesmal war alles im gr\u00fcnen Bereich. Kein Tag der Extreme. Man sollte nur bedenken, dass das n\u00e4chste Depot in M\u00f6llenhagen wegrationalisiert wurde und deshalb nochmal ordentlich essen und trinken. Das taten wir denn auch. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1004\" height=\"753\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/11-3_Alt-Sch\u00f6nau-Hendrik-Dieter.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7535 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/11-3_Alt-Sch\u00f6nau-Hendrik-Dieter.jpg 1004w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/11-3_Alt-Sch\u00f6nau-Hendrik-Dieter-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/11-3_Alt-Sch\u00f6nau-Hendrik-Dieter-768x576.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/11-3_Alt-Sch\u00f6nau-Hendrik-Dieter-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 1004px) 100vw, 1004px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1004px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1004\/753;\" \/><figcaption> In Alt-Sch\u00f6nau konnte man es sich bequem machen. Waren ja nur noch 60 km bis ins Ziel. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Da nun ein Ende absehbar war und wir vom\nR\u00fcckenwind verw\u00f6hnt wurden, ich auch meinen Tiefpunkt \u00fcberwunden hatte, nahm\nHelge Tim die Fesseln ab. Er wollte mal sehen was noch geht. Und da ging noch viel.\nSage und schreibe 40 Minuten nahm er den alten S\u00e4cken auf 60 km noch ab. Unsere\nbeiden Neubrandenburger Begleiter wollten wohl auch noch ihre Grenzen ausloten\nund lie\u00dfen das letzte Depot in Penzlin aus. Vorher passierten wir Ankershagen, wo\nHeinrich Schliemann, der Entdecker von Troja, seine Kindheit verbrachte. Da ich\nnun schon dreimal an diesem Museum vorbeigefahren bin, habe ich mir\nvorgenommen, dieses in nicht allzu ferner Zeit auch mal zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"590\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/12-2_hinter-Alt-Sch\u00f6nau-cut.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7536 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/12-2_hinter-Alt-Sch\u00f6nau-cut.jpg 900w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/12-2_hinter-Alt-Sch\u00f6nau-cut-300x197.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/12-2_hinter-Alt-Sch\u00f6nau-cut-768x503.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/12-2_hinter-Alt-Sch\u00f6nau-cut-90x60.jpg 90w\" data-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 900px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 900\/590;\" \/><figcaption> Km 243, danach gab Tim richtig Gas <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7544 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-300x199.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-768x509.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-90x60.jpg 90w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-180x120.jpg 180w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein-95x64.jpg 95w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/13-1_170157_km-270-Ankershagen-klein.jpg 2000w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/678;\" \/><figcaption>Nach13 Stunden im Sattel (minus Pausen), besser als auf einem Holzpferd geritten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Rest ist schnell erz\u00e4hlt. Nach einem kurzen\nStopp in Penzlin, wo dann tats\u00e4chlich die Sonne herauskam und es unter der\nlangen Jacke fast zu warm wurde, hatten wir noch 20 km vor der Brust. Die H\u00fcgel\nwollten auch hier kein Ende nehmen. Entsch\u00e4rft wurden sie durch die Euphorie\nder begeisterten Menschen in einigen D\u00f6rfern, wobei ganz besonders Chemnitz zu\nnennen ist. Hier herrschte wie die Jahre zuvor schon Volksfeststimmung. Da tut\neinem nichts mehr weh. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich wie das Ziel n\u00e4her r\u00fcckt. Wir werden\nnoch vom etwa 30 Radler umfassenden Express der Deutschen Post \u00fcberholt. Alle\nganz in Gelb, mittendrin ein paar Frauen, hinten dran des Begleitfahrzeug. Wenn\ndie nur im echten Leben auch so schnell w\u00e4ren und nicht immerfort nur das Porto\nerh\u00f6hen w\u00fcrden!<\/p>\n\n\n\n<p>Die rauschende Abfahrt auf der Bundesstra\u00dfe\nwurde ebenfalls zu einer Kopie der Vorjahre. Man sieht vor sich Neubrandenburg,\nhat 40 km\/h auf dem Tacho, und die vorletzte Ampel springt auf Rot. Das nervt\nunglaublich. Dann gab es aber mal was Neues an der letzten Ampel, an der man\nvon der Bundesstra\u00dfe rechts in den Kulturpark abbiegt, aber nichts Gutes. Ein\n30er Pulk kommt angeschossen, wir mittendrin, die Ampel zeigt \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 Rot,\nein Ordner winkt uns durch, die Gruppe biegt rechts ab, wir werden bei km 299\ntats\u00e4chlich geblitzt. Wohl doch nicht alles Karbonr\u00e4der! Bin gespannt, was\njetzt passiert. Unsere Startnummern sind gut erkennbar. In der Wettkampfordnung\nsteht, dass die StVO einzuhalten ist. Nun ja der Veranstalter wird sich f\u00fcr uns\nins Zeug legen. Da bin ich sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir rollen berauscht ins Ziel, Tim erwartet uns mit einem k\u00fchlen Bier. Das haben wir uns jetzt mehr als verdient. Helge und Hendrik haben einen Adrenalin-Schock. Sie bekommen endlich ihre Medaille f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Deutschland Klassiker. Gl\u00fcckwunsch, Ihr seid Helden!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/16_Tim-im-Ziel-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7539 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/16_Tim-im-Ziel-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/16_Tim-im-Ziel-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/16_Tim-im-Ziel-768x576.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/16_Tim-im-Ziel-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/768;\" \/><figcaption>  Tim h\u00e4lt unser Bier k\u00fchl <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/21-2_HH-mit-Medaillen-e1559763887967-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7537 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/21-2_HH-mit-Medaillen-e1559763887967-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/21-2_HH-mit-Medaillen-e1559763887967-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/21-2_HH-mit-Medaillen-e1559763887967-768x576.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/21-2_HH-mit-Medaillen-e1559763887967-45x35.jpg 45w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/21-2_HH-mit-Medaillen-e1559763887967.jpg 1280w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/768;\" \/><figcaption>Die Deutschland Klassiker halten ihre Medaillen fest <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/22_ich-mit-Medaille-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7538 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/22_ich-mit-Medaille-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/22_ich-mit-Medaille-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/22_ich-mit-Medaille-768x576.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/22_ich-mit-Medaille-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/768;\" \/><figcaption>Bei mir hat\u2019s nur zur MSR Medaille gereicht,<br \/> die habe ich dann auch noch bei unsern Gastgebern liegen lassen <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die 3 km ins Quartier tun nicht wirklich weh.\nDort werden wir wie am Vortag schon am Grill erwartet. Leider kann ich den\nTermin nicht wahrnehmen. Die Waden brennen nicht, aber daf\u00fcr der Magen. Das\nkalte Ziel-Bier hat irgendwas durcheinander gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Es war eine gro\u00dfe Freude, in diesem Team dabei zu sein. Den Charaktertest haben alle bestanden, besonders aber Tim als \u201eF\u00fchrungsfahrzeug\u201c. Und: Gerade in Zeiten der massenhaften Verbreitung von E-Bikes ist es eine Genugtuung, noch ehrlich Rad zu fahren. Oder wie es so sch\u00f6n auf der MSR-Homepage hei\u00dft: \u201eMal raus aus der Komfortzone\u201c zu kommen. Die MSR ist eine top organisierte Veranstaltung. Alles l\u00e4uft wie am Schn\u00fcrchen. Die Helfer sind freundlich. An allen neuralgischen Punkten stehen Streckenposten. An Unf\u00e4llen gab es nur zwei selbstverschuldete durch Unachtsamkeit, die in Oberschenkelhalsbr\u00fcchen endeten, einer davon bei der Zieleinfahrt. Die Stimmung an der Strecke ist ausbauf\u00e4hig, am Ende aber wie erw\u00e4hnt gigantisch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7549 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-768x512.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-90x60.jpg 90w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-180x120.jpg 180w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein-95x64.jpg 95w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20-6_182447_im-Ziel-klein.jpg 2000w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/683;\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>SNR&nbsp;&nbsp; Name&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ort&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Startzeit&nbsp; Neustrelitz&nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00f6bel&nbsp;&nbsp; Alt-Sch\u00f6nau&nbsp;&nbsp; Penzlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ziel<\/p>\n\n\n\n<p>2011&nbsp;&nbsp; ERDMANN Tim&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leipzig 04:01:10&nbsp;&nbsp;&nbsp; 07:48:14&nbsp; 10:49:51&nbsp;&nbsp;&nbsp; 15:44:39&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 17:01:46&nbsp;&nbsp; 17:40:40<\/p>\n\n\n\n<p>2017&nbsp;&nbsp; HALLMANN Helge Leipzig 04:02:23&nbsp;&nbsp;&nbsp; 07:48:15&nbsp; 10:49:53&nbsp;&nbsp;&nbsp; 15:44:38&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 17:21:45&nbsp;&nbsp; 18:21:53<\/p>\n\n\n\n<p>2048&nbsp;&nbsp; HULTSCH Hendrik Leipzig 04:02:20&nbsp;&nbsp;&nbsp; 07:48:19&nbsp; 10:49:53&nbsp;&nbsp;&nbsp; 15:44:46&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 17:21:45&nbsp;&nbsp; 18:21:54<\/p>\n\n\n\n<p>2063 &nbsp; ULLRICH Dieter&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leipzig 04:02:16 &nbsp;&nbsp; 07:48:16  10:49:51 &nbsp;&nbsp; 15:44:40 &nbsp;&nbsp;&nbsp; 17:21:44 &nbsp; 18:21:58<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"574\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/25_im-Quartier-1024x574.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7551 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/25_im-Quartier-1024x574.jpg 1024w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/25_im-Quartier-300x168.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/25_im-Quartier-768x431.jpg 768w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/25_im-Quartier.jpg 1334w\" data-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 1024px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1024\/574;\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Strecke\nmit H\u00f6henprofil: https:\/\/www.gpsies.com\/mapOnly.do?fileId=ccabxffvangipxob&amp;isFullScreenLeave=true<\/p>\n\n\n\n<p>MSR-Homepage: <a href=\"https:\/\/mecklenburger-seen-runde.de\/\">https:\/\/mecklenburger-seen-runde.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bilder:  Sportograf\nGmbH &amp; Co KG, Hendrik Hultsch<\/p>\n\n\n\n<p>Bericht: Dieter Ullrich <\/p>\n\n\n\n<p>In memoriam Wilfried Korth<\/p>\n\n\n\n<p>04.06.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Viererteam machte sich dieses Jahr auf den Weg nach Neubrandenburg, um sich der Tor(Tour) der Mecklenburger Seenrunde zu stellen. Ok es waren nicht nur vier sondern \u00fcber 3000 Teilnehmer, aber darunter vier vom Team der Laufgruppe LVB + friend. Zwei mussten und zwei wollten sich qu\u00e4len. Da Hendrik und Helge den Deutschland Klassiker als ihr Lebensziel ausgerufen und das dazugeh\u00f6rige Langstreckenschwimmen, den Frankfurt-Marathon und den Skimarathon bereits bew\u00e4ltigt hatten, fehlte nun \u201enur noch\u201c der 300 km Radmarathon, was auch immer ein Radmarathon ist. Die inflation\u00e4re Verwendung des Begriffs Marathon widerstrebt mir eigentlich, aber die Radsportgemeinde definiert Strecken von 300 km und mehr auch als Marathon. Tim hatten wir als Zugpferd auserkoren, und ich wollte es nach 2015 und 2017 auch nochmal wissen, wie es sich anf\u00fchlt, nach zw\u00f6lf oder auch mehr Stunden im Sattel das Ziel im Kulturpark von Neubrandenburg zu erreichen. Um es vorwegzunehmen, es f\u00fchlt sich immer wieder gut an, und dann wei\u00df man auch, warum man es trotz einiger Schmerzen und Zweifel wieder getan hat. Ich hatte mich wohl bez\u00fcglich meiner Hinfahrt nicht ganz klar ausgedr\u00fcckt. Jedenfalls gab es das Problem, dass Helge den Transport von nur 3 R\u00e4dern geplant hatte und nun noch auf die Suche nach einem 3-er Fahrradtr\u00e4ger gehen musste. Sein eigenes Rad wurde im Auto verstaut. War ein bisschen eng, war aber auszuhalten. Die Nachbarin konnte uns aushelfen und stellte ihren Fahrradtr\u00e4ger leihweise zur Verf\u00fcgung. Gegen 15 Uhr ging es dann los in den hohen Norden, wobei ich nicht so ein gutes Gef\u00fchl hatte. Mir war es in der Vorbereitung zu kalt zum Radfahren, und auch die Prognose f\u00fcr den Renntag war nicht \u00fcberragend. Das einzig Positive daran war, dass kein Regen zu erwarten war. Auf der Homepage der V\u00e4tternrunde, dem Vorbild der Mecklenburger Seenrunde, werden 1000 Trainingskilometer empfohlen. Ich kam auf 700 km, war also eher schlecht vorbereitet, hoffte auf Gruppen, in denen man mitrollen kann und auf wenig Wind. Zumindest der zweite &nbsp;Wunsch sollte nicht in Erf\u00fcllung gehen. Im Start-Zielbereich angekommen hielten wir uns nicht lange auf, holten nur unsere Startunterlagen ab und inspizierten einige der sogenannten Nightrider, die schon ab 20 Uhr auf die Strecke gehen und die ganze Nacht durchfahren. Das haben wir 2015 praktiziert, hatte auch seinen Charme, aber sch\u00f6ner ist es doch am Tage. 3 km entfernt vom Start befand sich unser Quartier, wo unsere liebevollen Gastgeber (5 Sterne) uns schon erwarteten und sofort den Grill anwarfen. Es war beeindruckend, was hier aufgetafelt wurde. Man konnte so zwischen etwa 10 verschiedenen Biersorten w\u00e4hlen. Schade eigentlich, dass wir morgen 300 km Rad fahren wollten, exakt waren es 301,5 km. Energie hatten wir auf jeden Fall genug getankt. Die Nacht sollte sehr kurz werden. Wir hatten uns f\u00fcr den Startblock um 4 Uhr gemeldet. 3 Uhr war Wecken, noch einen Kaffee und ein Croissant eingeworfen, die Fahrr\u00e4der waren pr\u00e4pariert \u2013 halt: nicht ganz. Hendrik brauchte noch eine gef\u00fchlte Viertelstunde, um seine ganze Technik zu installieren. Selbst eine Notstromversorgung war an Bord, ein rollendes Navi-Entertainment-Center. Dann ging es durch das n\u00e4chtliche Neubrandenburg zum Start. Da es noch d\u00e4mmrig war, war f\u00fcr alle Starter bis 4:30 Uhr Licht am Rad vorgeschrieben, und das wurde am Start auch kontrolliert. Nat\u00fcrlich war unser auf den ersten Kilometern von einer Polizei-Eskorte begleiteter Startblock schon weg, aber in der Ferne sahen wir noch die R\u00fccklichter und hetzten mit 2 Minuten Versp\u00e4tung hinterher. Am Fu\u00dfe des Berges in der Namen gebenden Bergstra\u00dfe hatten wir den Anschluss an die Gruppe hergestellt, die sich aber sofort in die L\u00e4nge zog, weil das f\u00fcr norddeutsche Verh\u00e4ltnisse schon ein ziemlicher Anstieg war. Einige waren schon im Rennmodus. F\u00fcr mich begann des Rennen als ich oben war. Der Motor war warm gelaufen. Alles andere als warm waren die Au\u00dfentemperaturen an diesem fr\u00fchen Morgen. Bei 10\u00b0C hatten wir uns f\u00fcr lange Bekleidung entschieden, denn auch \u00fcber den Tag sollte es nicht wesentlich w\u00e4rmer werden. W\u00e4hrend der Moderator am Start noch von einem \u00fcberwiegend sonnigen Tag sprach, sah die Realit\u00e4t komplett anders aus. Es war k\u00fchl, was sich bei mitunter heftigem Nordwestwind noch k\u00fchler anf\u00fchlte, und die Sonne kam erst am Abend heraus, als wir schon fast im Ziel waren. Obwohl ich auf diesem Kurs schon zum dritten Mal unterwegs war, erstaunten mich doch wieder die vielen Anstiege, die sich gerade auf den ersten 40 km in der Feldberger Seenlandschaft h\u00e4uften. Umso berauschender waren dann nat\u00fcrlich die Abfahrten, aber ein richtiger Rhythmus wollte sich nicht einstellen. Die Gesamtstrecke weist immerhin 2345 H\u00f6henmeter auf, das Doppelte der V\u00e4tternrunde. Da hat die Kopie dem Original die Schau gestohlen. So durch die wundersch\u00f6ne Feldberger Seenlandschaft zu hetzen ist eigentlich Frevel. Da verbringen andere ihren Urlaub. Dort sollte man verweilen. Wir hatten daf\u00fcr nur eine Viertelstunde im Depot am Haussee bei km 41, wo wir unser Fr\u00fchst\u00fcck zu uns nahmen. F\u00fcnf Minuten gab\u2019s noch drauf, bis Hendrik seine Technik wieder montiert hatte, dann ging es Richtung Neustrelitz weiter durch die h\u00fcgelige Landschaft. Auf dem Kopfsteinpflaster in Neustrelitz wurde man richtig durchger\u00fcttelt. Einige hatten ihre Ersatzschl\u00e4uche verloren oder auch die R\u00fccklichter. Gro\u00dfer Andrang mit Schlangestehen an der \u201eEssensausgabe\u201c bei km 85. Bemmchen und Kaffee und davon viel. Hendrik musste schon zum zweiten Mal pinkeln. Er wurde heute zum J\u00fcrgen Sch. der MSR. J\u00fcrgen hatte es vor vielen Jahren tats\u00e4chlich fertiggebracht, nach jeder Runde des Wintermarathons bis km 25 pinkeln zu m\u00fcssen. Heute wiederholte sich das bei Hendrik. Komisch ich brauche meine K\u00f6rperfl\u00fcssigkeit zum Schwitzen. Da bleibt f\u00fcrs Wasserlassen nichts mehr \u00fcbrig. Anschlie\u00dfend gab es eine Strecken\u00e4nderung im Vergleich zu 2015. War wohl zu flach die alte Strecke. \u00dcber Wesenberg bis Wustrow rollte es ja noch super, aber danach wurde es wieder heftig. Ich hatte etwas den Anschluss verloren, es wurde wieder h\u00fcgeliger, so ein Loch schlie\u00dft man allein nicht mehr. Da war ich den Dreien wirklich dankbar, dass sie auf mich warteten. Besonders hat sich \u2013 wie von uns geplant \u2013 Tim Bestnoten verdient, der sich immer wieder vor unsere kleine Gruppe spannte und Windschatten bot. Aber auch Hendrik war in Topform. Wie macht der Kerl das blo\u00df? Heimlich trainiert? Was eingeworfen? Die Strecke zum dritten Depot in Schwarz war landschaftlich sicher einer der sch\u00f6nsten Streckenabschnitte. Auf schmalen gut asphaltierten Stra\u00dfen rollten wir durch die Mecklenburger W\u00e4lder immer wieder entlang von Seen. Wie es hinterher hie\u00df, begegneten die Nightrider wenig \u00fcberraschend Wildschweinen, Dachsen und anderem Getier. Wir mussten uns mit ein paar Kranichen und St\u00f6rchen zufrieden geben. Aber die Strecke hatte es in sich. Nach jeder bew\u00e4ltigten Kuppe sah man vor sich schon die n\u00e4chste. Unser Spruch war dann: Wenn ich in die Berge will, fahre ich eigentlich in die Alpen und nicht nach Mecklenburg, kann mir den langen Weg aber auch sparen. Zu allem \u00dcberfluss befand sich das Depot in Schwarz unten am See, den Berg auf die Strecke zur\u00fcck mussten wir wieder hoch. Ich will nicht \u00fcbertreiben, aber die Summe der vielen Anstiege, die uns bis zum Ende der Tour begleiten sollten, konnte einem den Zahn ziehen. Dass hier aber die meisten Wiederholungst\u00e4ter waren, zeigte sich daran, dass von den \u00fcber 2000 Startern auf der gro\u00dfen Runde nur 50 nicht im Ziel ankamen. Dazu wollte ich nicht unbedingt geh\u00f6ren. Das Hauptdepot in R\u00f6bel erwartete uns. Die H\u00e4lfte war geschafft. Wer immer noch oder schon wieder hungrig war, bekam hier fast alles, was das Herz begehrte. Hauptgang waren die Spaghetti mit Tomatenso\u00dfe. In einer Ecke standen Tische mit der Schwedenfahne und typisch schwedischer Verpflegung wie Blaubeersuppe oder Haferkeksen. Wir sa\u00dfen mit zwei Neubrandenburgern am Tisch, die uns schon auf dem vorherigen Streckenabschnitt begleiteten. Sie hatten offensichtlich den Plan, von unserm bzw. Tims Windschatten zu profitieren und warteten auf unsere Weiterfahrt. Ihr Plan ging auf. Wir wurden sie bis fast zum Ende nicht mehr los. Nein, das ist nicht richtig. Sie waren sehr kooperativ und wir hatten nette Unterhaltung mit ihnen. Zu sechst f\u00e4hrt es sich auch leichter als zu viert. Immer wieder wurden wir jetzt aber von Expressz\u00fcgen \u00fcberholt, gro\u00dfen Teams in einheitlicher Bekleidung, die hier mit Tempo 40 und mehr um die Seen heizten. Das Gegenteil waren die zwei jungen Burschen, die auf einem Tandem in Klappfahrradgr\u00f6\u00dfe die 300 km bew\u00e4ltigten. Wir trafen sie bei km 193 im Depot Nossentiner H\u00fctte. Sie waren bestimmt am Abend zuvor gestartet, hatten also etwa sieben Stunden Vorsprung auf uns gehabt. Da Zielschluss in Neubrandenburg erst um 24 Uhr war, hatten sie genug Zeit, um rechtzeitig anzukommen. Das sind die wahren Helden der MSR. Mindestens ein wirklich bedeutsamer Punkt stand uns noch bevor, und den ersehnte ich schon seit mindestens 50 km. Es war nicht die Tafel, die uns mitteilte, dass nur noch 100 km zu fahren w\u00e4ren. Entscheidend f\u00fcr den Kopf war der scharfe Ostknick drei Kilometer sp\u00e4ter in Vollrathsruhe. Wir bekamen von jetzt an bis ins Ziel fast nur noch R\u00fcckenwind. Auch wenn man es ihm nicht ansah, Tim war schon seit 25 km \u00fcber seinen bisherigen Streckenrekord hinweg. Kein Hit f\u00fcr ihn. Er spannte sich weiter vor uns. Weiter in stetigem Auf und Ab steuerten wir das Depot Alt-Sch\u00f6nau bei km 240 an. Dieses habe ich von meinen bisherigen Teilnahmen in bleibender Erinnerung. 2015 kam ich hier fr\u00fch um 6 Uhr an, es regnete, es war hundekalt. Auf dem Hof standen Feuerschalen, um die sich ein paar frierende Radfahrgestalten gruppiert hatten. Einige gaben hier auf. 2017 standen Wasserbecken auf dem Hof, in denen schwitzende Radfahrer bei 30\u00b0C ihre brennenden F\u00fc\u00dfe k\u00fchlten. Diesmal war alles im gr\u00fcnen Bereich. Kein Tag der Extreme. Man sollte nur bedenken, dass das n\u00e4chste Depot in M\u00f6llenhagen wegrationalisiert wurde und deshalb nochmal ordentlich essen und trinken. Das taten wir denn auch. Da nun ein Ende absehbar war und wir vom R\u00fcckenwind verw\u00f6hnt wurden, ich auch meinen Tiefpunkt \u00fcberwunden hatte, nahm Helge Tim die Fesseln ab. Er wollte mal sehen was noch geht. Und da ging noch viel. Sage und schreibe 40 Minuten nahm er den alten S\u00e4cken auf 60 km noch ab. Unsere beiden Neubrandenburger Begleiter wollten wohl auch noch ihre Grenzen ausloten und lie\u00dfen das letzte Depot in Penzlin aus. Vorher passierten wir Ankershagen, wo Heinrich Schliemann, der Entdecker von Troja, seine Kindheit verbrachte. Da ich nun schon dreimal an diesem Museum vorbeigefahren bin, habe ich mir vorgenommen, dieses in nicht allzu ferner Zeit auch mal zu besuchen. Der Rest ist schnell erz\u00e4hlt. Nach einem kurzen Stopp in Penzlin, wo dann tats\u00e4chlich die Sonne herauskam und es unter der langen Jacke fast zu warm wurde, hatten wir noch 20 km vor der Brust. Die H\u00fcgel wollten auch hier kein Ende nehmen. Entsch\u00e4rft wurden sie durch die Euphorie der begeisterten Menschen in einigen D\u00f6rfern, wobei ganz besonders Chemnitz zu nennen ist. Hier herrschte wie die Jahre zuvor schon Volksfeststimmung. Da tut einem nichts mehr weh. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich wie das Ziel n\u00e4her r\u00fcckt. Wir werden noch vom etwa 30 Radler umfassenden Express der Deutschen Post \u00fcberholt. Alle ganz in Gelb, mittendrin ein paar Frauen, hinten dran des Begleitfahrzeug. Wenn die nur im echten Leben auch so schnell w\u00e4ren und nicht immerfort nur das Porto erh\u00f6hen w\u00fcrden! Die rauschende Abfahrt auf der Bundesstra\u00dfe wurde ebenfalls zu einer Kopie der Vorjahre. Man sieht vor sich Neubrandenburg, hat 40 km\/h auf dem Tacho, und die vorletzte Ampel springt auf Rot. Das nervt unglaublich. Dann gab es aber mal was Neues an der letzten Ampel, an der man von der Bundesstra\u00dfe rechts in den Kulturpark abbiegt, aber nichts Gutes. Ein 30er Pulk kommt angeschossen, wir mittendrin, die Ampel zeigt \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 Rot, ein Ordner winkt uns durch, die Gruppe biegt rechts ab, wir werden bei km 299 tats\u00e4chlich geblitzt. Wohl doch nicht alles Karbonr\u00e4der! Bin gespannt, was jetzt passiert. Unsere Startnummern sind gut erkennbar. In der Wettkampfordnung steht, dass die StVO einzuhalten ist. Nun ja der Veranstalter wird sich f\u00fcr uns ins Zeug legen. Da bin ich sicher. Wir rollen berauscht ins Ziel, Tim erwartet uns mit einem k\u00fchlen Bier. Das haben wir uns jetzt mehr als verdient. Helge und Hendrik haben einen Adrenalin-Schock. Sie bekommen endlich ihre Medaille f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Deutschland Klassiker. Gl\u00fcckwunsch, Ihr seid Helden! 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