{"id":4377,"date":"2015-06-03T16:02:24","date_gmt":"2015-06-03T14:02:24","guid":{"rendered":"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/?p=4377"},"modified":"2015-06-04T13:28:26","modified_gmt":"2015-06-04T11:28:26","slug":"in-der-hoelle-des-nordens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/in-der-hoelle-des-nordens\/","title":{"rendered":"In der H\u00f6lle des Nordens"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Teufel war auch dabei<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich habe mich verliebt, auf den ersten Blick! Wer ist die Ungl\u00fcckliche? Die Mecklenburger Seenrunde (MSR). Ok wie in einer echten Beziehung kamen nach dem ersten Blick auch einige Dissonanzen auf, auch Fl\u00fcche, aber was soll es? Am Anfang und erst recht am Ende stand bzw. steht die Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR15_gross.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4446 aligncenter lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR15_gross-300x163.jpg\" alt=\"MSR15_gross\" width=\"278\" height=\"151\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR15_gross-300x163.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR15_gross.jpg 408w\" data-sizes=\"(max-width: 278px) 100vw, 278px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 278px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 278\/151;\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"p2\">Irgendwann Ende 2014 fragte mich Helge, ob wir diese 300 km lange Radrundfahrt f\u00fcr Volkssportler durch die Mecklenburger Seenplatte nicht mal mitmachen wollten. Gesagt getan, wir holten Micha noch ins Boot, und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, bewarben wir uns um eine Startzeit am sp\u00e4ten Freitagabend, um die Nacht durchzufahren. Auf diese Weise hatte ich die als Vorbild f\u00fcr die MSR dienende V\u00e4tternrunde in Schweden bereits dreimal mit guten Erfahrungen bestritten. Was ich nicht dabei bedachte, war, dass wegen der 500 km s\u00fcdlicheren Lage Mecklenburgs und dem zwei Wochen zeitigeren Austragungstermin die Nacht viel l\u00e4nger ist als Mitte Juni in Schweden. Au\u00dferdem unber\u00fccksichtigt blieb von mir die wesentlich geringere Teilnehmerzahl. In Schweden sind es 20000 Starter, in Mecklenburg 2000, und w\u00e4hrend bei der V\u00e4tternrunde die ganze Nacht hindurch Trupps im Minutenabstand an den Start gehen, gibt es bei der MSR nur zwei Startzeitfenster am Freitagabend und am Samstagmorgen. Wer also am Freitagabend startet und nicht z\u00fcgig unterwegs ist, kann das Pech haben, die ganze Strecke nahezu allein fahren zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"p2\">Die Vorbereitung lief f\u00fcr uns alle drei sehr holprig. Besonders schlimm traf es Micha, der bei einer langen Trainingsfahrt von einem Auto angefahren wurde, st\u00fcrzte und sich das Schl\u00fcsselbein brach. Hinzu kam noch die Fahrerflucht des Verursachers. Also mussten wir uns einen neuen dritten Mann suchen. Hendrik ist ja so eine Art Joker. Wie schon beim Wintermarathon, wo er kurzfristig zusagte, war er auch hier sofort bereit mitzufahren. F\u00fcr mich undenkbar! Sein Rennrad aus dem Verkehrsmuseum hatte er zwei Jahre nicht benutzt (oder noch l\u00e4nger?), ein echtes Stahlross. Helge setzte auf seine Lauffitness, ich kam nach Implantation eines neuen Schrittmachers (der mir beim Radfahren aber keine Schrittmacherdienste leistete) wenigstens noch 5 Wochen zum regelm\u00e4\u00dfigen Radfahren, war vom medizinischen Personal aber eigentlich zu sechs Wochen Schonung verdonnert worden. In Trainingspl\u00e4nen wird angegeben, dass man vor so einer Mammuttour mindestens 1000 km und davon mindestens zweimal \u00fcber 100 km am St\u00fcck gefahren sein sollte, um \u00fcberhaupt durchzukommen. Ich schaffte die 1000 km mit meiner letzten Trainingsfahrt, Hendrik hat sich der Empfehlung komplett verweigert und bewegte sich wahrscheinlich im zweistelligen km-Bereich in der Vorbereitung. Nun ja, und Helge hat sich letzten Endes mit seiner guten Laufgrundlage \u00fcber die Ziellinie gerettet.<\/p>\n<p class=\"p2\">Bei unserer Ankunft im Start-\/Zielbereich am Freitagnachmittag in Neubrandenburg direkt am Tollensesee war dort nicht viel los. Man war gr\u00f6\u00dftenteils noch mit dem Aufbau der diversen Versorgungszelte befasst. Auf der B\u00fchne sorgte Extremsportler Joey Kelly f\u00fcr etwas Stimmung. Wir hielten uns da nicht lange auf und holten nur unsere Startunterlagen ab. Nebenbei fand Hendrik noch sein Traumrad f\u00fcr die n\u00e4chste MSR. Allerdings k\u00f6nnte dieses Modell dann schon wieder technisch veraltet sein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4388\" aria-describedby=\"caption-attachment-4388\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4388 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-7.jpg\" alt=\"MSR 2015 7\" width=\"653\" height=\"490\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-7.jpg 653w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-7-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-7-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 653px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 653\/490;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4388\" class=\"wp-caption-text\">Hendriks Traumrad<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">In unserem 10 km entfernten Quartier gr\u00fcbelten wir \u00fcber die Anzugsordnung und informierten uns \u00fcber die Wetterprognosen. Die sahen nicht so schlecht aus. Nat\u00fcrlich sollte es nachts kalt werden, 8\u00b0C waren angek\u00fcndigt, aber es sollte dabei weitestgehend trocken bleiben. Damit wurden die Meteoro-L\u00fcgen ihrem Ruf wieder vollauf gerecht. Wir zogen an warmer Bekleidung eigentlich alles an, was wir hatten. Lang\u00e4rmlige Trikots, lange Hosen, Windstopper, Regenjacke, Handschuhe, \u00dcberschuhe, Kopfschutz. Damit hatten wir alles richtig gemacht, nur dachten wir zu diesem Zeitpunkt, dass wir unterwegs davon etwas ausziehen k\u00f6nnten, aber das Gegenteil war der Fall. Man h\u00e4tte nachts noch mehr anziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4406\" aria-describedby=\"caption-attachment-4406\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4406 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-25.jpg\" alt=\"MSR 2015 25\" width=\"490\" height=\"653\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-25.jpg 490w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-25-225x300.jpg 225w\" data-sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 490px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 490\/653;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4406\" class=\"wp-caption-text\">Team \u201eFockebergpower\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_4396\" aria-describedby=\"caption-attachment-4396\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4396 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-15.jpg\" alt=\"MSR 2015 15\" width=\"653\" height=\"490\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-15.jpg 653w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-15-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-15-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 653px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 653\/490;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4396\" class=\"wp-caption-text\">Team \u201eFockebergpower\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">Unsere Startzeit war 21:05 Uhr. Der Veranstalter nennt uns liebevoll Nightrider. Was uns eigentlich erwarten sollte, wurde mir erst beim Warten auf den Start klar. Da startete eine Gruppe um 20:32 Uhr, dann passierte fast eine halbe Stunde lang gar nichts. Wir w\u00fcrden zun\u00e4chst keine Chance haben, uns mit irgendeiner Gruppe zusammen zu tun, weil die Abst\u00e4nde nach vorn und hinten zu gro\u00df waren. Wir gingen mit etwa 50 Radlern auf die Strecke. Durch Neubrandenburg hindurch fuhren zwei Polizeimotorr\u00e4der vornweg, um uns in der Anfangseuphorie etwas zu bremsen. Allerdings kam schon bei km zwei &#8211; nat\u00fcrlich in der Bergstra\u00dfe &#8211; ein Berg, wie man ihn in Neubrandenburg nicht erwartet h\u00e4tte. W\u00e4hrend Hendrik den Berg hochst\u00fcrmte als w\u00e4re oben das Ziel, hatte ich M\u00fche, die Motorr\u00e4der im Blick zu behalten. Oben angekommen keuchten Helge und ich schon heftig, aber zum Gl\u00fcck hatten wir nur noch 298 km vor uns und einen Berg weniger. Danach kam man allm\u00e4hlich wieder zur Besinnung, aber bis zum ersten Depot &#8211; auch dieser Begriff f\u00fcr die Verpflegungsstationen wurde von der V\u00e4tternrunde \u00fcbernommen \u2013 in Feldberg nach 41 km war es ein st\u00e4ndiges Auf und Ab. Insgesamt weist die MSR 2100 H\u00f6henmeter auf. Das bekamen wir insbesondere &#8211; aber nicht nur &#8211; auf den ersten 40 km zu sp\u00fcren. Wir hatten uns gerade einigerma\u00dfen eingerollt, das Gros der mit uns Gestarteten war schon weit voraus und unseren Blicken entschwunden, als wir das St\u00e4dtchen Burg Stargard erreichten. Wir konnten uns ein etwas schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen, denn der ganze Pulk stand an einer geschlossenen Bahnschranke. Es war ein bisschen wie bei Hase und Igel. Die Truppe war nun etwas ruhiger geworden, sodass es doch in einem gr\u00f6\u00dferen Fahrerfeld weiterging. Mittlerweile wurde es dunkel, ich merkte, dass ich an der falschen Stelle gespart hatte. Meine Funzel war vielleicht von vorn zu sehen, aber zum Ausleuchten der Stra\u00dfe reichte sie nicht. Wir rollten in breiter Front durch den nachtschwarzen Wald als pl\u00f6tzlich wie aus dem Nichts ein Auto auftauchte. Puh die erste kitzlige Situation. Gruppenfahren erfordert so schon h\u00f6chste Konzentration, nachts wird das Ganze zum russischen Roulette. Allerdings habe ich w\u00e4hrend der ganzen Fahrt keine schlimmen St\u00fcrze gesehen.<\/p>\n<p class=\"p1\">In Feldberg nahmen wir Kaffee und Br\u00f6tchen zu uns, und dann kam meine kritikw\u00fcrdige Aktion. Tut mir Leid Jungs, aber ich merkte wie gut es heute rollte, und dr\u00fcckte nun etwas aufs Tempo. Ich konnte mich leider nicht an die vorher getroffene Absprache des gemeinsamen Fahrens halten. Als Teamplayer habe ich heute versagt. So rollte ich einfach weiter und bekam Helge und Hendrik bis ins Ziel nicht mehr zu Gesicht. Nach etwa 5 km Alleinfahrt kam endlich die sehnlichst erhoffte Gruppe an mir vorbei gerollt. Das waren einfach Einzelk\u00e4mpfer, die sich zusammen gefunden hatten und merkten, dass es gemeinsam besser geht. Ich biss mich hinten fest. Es war genau mein Wohlf\u00fchltempo. Nur die Anstiege bereiteten mir Probleme. Bergab konnte ich m\u00fchelos wieder aufschlie\u00dfen. Es rollte super, genau 0 Uhr waren wir in Neustrelitz (75 km). Auf der Pflasterstra\u00dfe zerfiel die Gruppe, ich war pl\u00f6tzlich wieder allein. Im Augwinkel sah ich das Hinweisschild \u201eDepot noch 200 m\u201c, verpasste aber die Einfahrt. Mir kamen zwei Radler entgegen und fragten nach dem Depot. War wirklich schlecht ausgeschildert. Zum Zur\u00fcckfahren und Suchen hatte ich keine Lust.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4409\" aria-describedby=\"caption-attachment-4409\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4409 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-28.jpg\" alt=\"MSR 2015 28\" width=\"653\" height=\"490\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-28.jpg 653w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-28-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-28-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 653px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 653\/490;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4409\" class=\"wp-caption-text\">Depot 2<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">Das n\u00e4chste Depot w\u00fcrde in R\u00f6bel kommen, \u00fcber 50 km. Das w\u00e4ren dann von Feldberg fast 90 km ohne Verpflegung. Ich wusste, dass das jetzt Harakiri werden k\u00f6nnte weiterzufahren. Aber bevor ich weiter nachdenken konnte, kam wieder eine Gruppe vorbei. Also hintendran und kraftsparend mitfahren. Zu trinken hatte ich noch reichlich. Die Strecke war jetzt total flach und f\u00fchrte durch Gegenden, die ich von fr\u00fcheren Urlaubsreisen kannte. Leider war nichts zu sehen von Mirow, von der M\u00fcritz. Totale Dunkelheit. Was aber viel wichtiger war im Moment: Wir fuhren ein knappes 30er Tempo, und ich konnte im Windschatten immer wieder einen Tritt auslassen. Mein Blick galt fast ausschlie\u00dflich dem Hinterrad meines Vordermanns. Erstaunlich und f\u00fcr mich erfreulich, es gibt immer wieder die Leithammel, die gern vorn fahren und gar nicht wollen, dass jemand anders die F\u00fchrungsarbeit \u00fcbernimmt. Ein Argument spricht daf\u00fcr: Bei einem Sturz sind sie fein raus. Daf\u00fcr verschlei\u00dfen sie sich aber auch \u00fcber Geb\u00fchr. Ich war jetzt schon etwas berauscht. Wir kamen um 2 Uhr in R\u00f6bel an und hatten 130 km auf dem Tacho. Und ich f\u00fchlte mich gut. Es gab keine wirkliche Begr\u00fcndung daf\u00fcr. Ich lag weit \u00fcber meinen eigenen Erwartungen. So nahm ich mir am Depot in R\u00f6bel direkt an der M\u00fcritzpromenade richtig Zeit. Es gab Nudeln Bolognese, dazu Kaffee, Tee, Isogetr\u00e4nke und vieles mehr. Dies war hier versorgungstechnisch das Hauptdepot. Mir sa\u00df ein bemitleidenswerter Mitstreiter gegen\u00fcber. F\u00fcr ihn stand fest, dass er hier aufh\u00f6rt. Er wartete auf den Bus um 2:50 Uhr, der ihn ins Ziel bringen w\u00fcrde. Das war perfekt organisiert und in den Startgeb\u00fchren enthalten. Ein Reisebus mit Fahrradanh\u00e4nger fuhr nach festem Fahrplan und sammelte die verhinderten Helden der Landstra\u00dfe samt ihren R\u00e4dern ein. Dies wollte ich noch nicht in Anspruch nehmen. W\u00e4re schade gewesen, denn noch war es trocken, hin und wieder spendete der zaghaft hinter den Wolken hervorlugende Mond etwas Licht. Alles im gr\u00fcnen Bereich.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ich hielt Ausschau nach einem Trupp, der aufbricht, aber da tat sich nichts. Nach 20 min Pause machte ich mich allein auf den weiteren Weg. Und wieder hatte ich zumindest etwas Gl\u00fcck. Am Anstieg aus R\u00f6bel heraus kam ein einsamer K\u00e4mpfer an mir vorbei, und mit leichter Temposteigerung konnte ich dranbleiben. Im flachen Bereich konnte ich gut mitfahren, am Berg war er mir etwas zu schnell. Aber es gibt ja richtige Kumpel. Er wartete immer wieder auf mich. Er war aus Stralsund, sag noch mal einer was gegen Fischk\u00f6ppe. Wir unterhielten uns und fuhren sogar eine ganze Weile nebeneinander. Wir kreuzten wohl dreimal die Autobahn nach Rostock, die an dieser Stelle wegen Bauarbeiten gesperrt war. Wir rollten dummerweise genau auf der Umleitungsstrecke. Im Minutentakt preschten LKW\u2019s an uns vorbei. Das war nicht lustig. Nach der zweiten Autobahnquerung bogen wir scharf rechts ab. Pl\u00f6tzlich gab es einen Schlag, und mir riss es den Lenker aus der Hand. Ich hatte ein riesiges Loch voll getroffen und gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass ich einen Sturz vermeiden konnte und in meinem Vorderrad keine Acht war. Ist halt Martin-G\u00f6tze-Wertarbeit. Am hinteren Rahmenrohr hatte Martin G\u00f6tze sein Logo \u201eMartin G\u00f6tze \u2013 Sch\u00f6ne schnelle R\u00e4der\u201c aufgeklebt. Als ich voriges Jahr zu ihm sagte, dass es da doch keiner sehen w\u00fcrde, lautete seine Antwort: \u201eDas darf man nur von hinten sehen\u201c. Nun, so schnell war ich dann doch nicht.<\/p>\n<p class=\"p1\">Es folgte eine sicher bei Tageslicht und Sonnenschein traumhafte Strecke auf schmaler, gut asphaltierter Stra\u00dfe in vielen Windungen durch den Wald und am Ufer des Petersdorfer Sees entlang bis zum Plauer See, dann wieder mit kurzem knackigen Anstieg zur\u00fcck Richtung Malchow. Ich musste das Tempo komplett herausnehmen, sah mit meiner Funzel fast nichts mehr. Mein Stralsund-Begleiter hatte eine richtige Powerlampe, aber der war weg. Aufatmen als es wieder auf eine beleuchtete Ortsdurchfahrt ging. An Malchow vorbei, ebenfalls eines meiner fr\u00fcheren Urlaubsziele, bekam man wieder etwas zu sehen. Ganz langsam kam so etwas wie Morgend\u00e4mmerung auf. V\u00f6gel begannen zu zwitschern. Zum Ausgleich, damit es nicht zu einfach wird, begann es nun zu regnen. Was aber noch nicht so st\u00f6rend war, da der R\u00fcckenwind heftig schob. Trotzdem war ich wiederum \u00fcberrascht, als ich das n\u00e4chste Depot bei km 176 in Nossentiner H\u00fctte erreichte. Meine Uhr zeigte 4:15 Uhr. Ich konnte mir Zeit lassen. Hier bediente uns die Freiwillige Feuerwehr mit lecker Kuchen, mit Wurstbemmen, mit Salzgurken und und und\u2026 Nebenan gab es einen Raum mit Liegen. Wer m\u00fcde war konnte sich hinlegen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4411\" aria-describedby=\"caption-attachment-4411\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4411 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-30.jpg\" alt=\"MSR 2015 30\" width=\"653\" height=\"490\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-30.jpg 653w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-30-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-30-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 653px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 653\/490;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4411\" class=\"wp-caption-text\">Helge bei 200 km: hier zeigte mein Fahrradcomputer 199,96 km, ich fuhr ab hier bis ins Ziel allein<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">Ich war nicht m\u00fcde und begab mich auf die n\u00e4chste Etappe. Nochmal fand ich eine Gruppe, die mir aber zu schnell war. Die fuhren ein 35er Tempo, was mir selbst im Windschatten zu heftig war. Es wurde nun sehr einsam, und meine Titelzeile kommt ins Spiel. Es regnete mittlerweile in Str\u00f6men, der Wind kam von der Seite und ich war mutterseelenallein unterwegs. Der Begriff \u201eH\u00f6lle des Nordens\u201c ist ja an den Radklassiker Paris-Roubaix vergeben und leitet sich von den grausamen Kopfsteinpflasterpassagen ab. Was jetzt hier bei der MSR passierte, war, wenn schon nicht die H\u00f6lle so doch mindestens das Fegefeuer, daf\u00fcr aber viel zu kalt. Am Depot Alt-Sch\u00f6nau bei km 228 hatte man drei Feuerk\u00f6rbe aufgestellt, um die sich die j\u00e4mmerlichen Figuren wie ich versammelt hatten, um etwas W\u00e4rme aufzunehmen. Da sa\u00dfen durchtrainierte Radsportler und zitterten wie Espenlaub, teilweise auch mit kurzen Hosen. Ja Herren, wer f\u00e4hrt denn auch so los, wenn 8\u00b0C angesagt sind? Sie wollten jetzt jedenfalls nur noch eins: Im warmen Bus ins Ziel fahren. Die DNF-Eintr\u00e4ge im Zielprotokoll sind entsprechend insbesondere bei den Nightridern sehr zahlreich. Da konnte wirklich jeder stolz sein, der ohne Busbenutzung im Ziel ankam.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4414\" aria-describedby=\"caption-attachment-4414\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4414 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-33.jpg\" alt=\"MSR 2015 33\" width=\"490\" height=\"653\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-33.jpg 490w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-33-225x300.jpg 225w\" data-sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 490px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 490\/653;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4414\" class=\"wp-caption-text\">Helge in Alt-Sch\u00f6nau, der Aufw\u00e4rmstation<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_4415\" aria-describedby=\"caption-attachment-4415\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4415 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-34.jpg\" alt=\"MSR 2015 34\" width=\"490\" height=\"653\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-34.jpg 490w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-34-225x300.jpg 225w\" data-sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 490px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 490\/653;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4415\" class=\"wp-caption-text\">Hendrik in Alt-Sch\u00f6nau, der Aufw\u00e4rmstation<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">Ich m\u00fchte mich mit teilweise 15 km\/h gegen den Wind, wobei ich vereinzelt noch Mountainbiker oder Radler mit konventionellen Stra\u00dfenfahrr\u00e4dern \u00fcberholte. Ist kein Kunstst\u00fcck aber gut f\u00fcr den Kopf. Das Teilst\u00fcck wollte kein Ende nehmen. Ich l\u00e4chele nie wieder \u00fcber die Bezeichnung \u201eMecklenburgische Schweiz\u201c. Das ist die Gegend bei Torgelow, wo sich vor 100 000 Jahren die Eiszeit ausgetobt hat. Die Hinterlassenschaften in Form von H\u00fcgeln, die mir wie das Matterhorn vorkamen, mussten wir jetzt ausbaden. Zur Abwechslung passierte ich das Dorf Sorgenlos. Also Humor haben die Veranstalter der MSR, nur konnte ich dar\u00fcber nicht mehr lachen. Dann war aber wirklich der Knackpunkt erreicht: das Depot M\u00f6llenhagen, 40 km vorm Ziel. Kurze Hochrechnung, ich konnte es noch schaffen, vor 10 Uhr im Ziel zu sein. Vorher versorgten mich die Jungs und M\u00e4dels vom Fu\u00dfballverein M\u00f6llenhagen. Wunderbare Atmosph\u00e4re und gro\u00dfes Engagement wie \u00fcberall an der Strecke. Dazu gab es sogar einen Ansatz von Sonnenschein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4418\" aria-describedby=\"caption-attachment-4418\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4418 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-37.jpg\" alt=\"MSR 2015 37\" width=\"653\" height=\"490\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-37.jpg 653w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-37-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-37-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 653px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 653\/490;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4418\" class=\"wp-caption-text\">Radsportfanatiker und allj\u00e4hrliches Tour-de-France-Original, bevorzugt an schweren Passstra\u00dfen zu finden: Didi Senft aus Brandenburg<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">Ich hatte jetzt einen Plan, der darin bestand, ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig weiterzufahren und das letzte Depot in Penzlin auszulassen. Die letzten 23 km sollten auch so kommen. Die Gegenwindpassage war \u00fcberstanden. Was sollte jetzt noch passieren? Es kann so viel passieren\u2026 Am Trojanischen Pferd in Ankershagen (Schliemann: Entdecker Trojas) vorbei kam ich unbeschadet und frohen Mutes nach Penzlin, links das Depot: n\u00f6 brauchte ich nicht. Weiter durch das St\u00e4dtchen auf Kopfsteinpflaster? Nein lieber auf dem glattgepflasterten Fu\u00dfweg. Ging super. Dann hinunter zur Bundesstra\u00dfe. Da stand Neubrandenburg 14 km. Was fehlte, war ein Streckenposten und ein MSR-Wegweiser. Mist wieder 1,5 km zur\u00fcck bergauf und gegen den Wind. Oben kamen mir zwei Radler mit gelben Jacken entgegen. Meine Frage: Wo geht es lang? Na da vorn links. Toll, das Minischild hatte ich \u00fcbersehen. Also hinterher hinter den Gelbjacken. Die hatten etwas Vorsprung. Die Bundesstra\u00dfe gekreuzt, dann kam das Schild \u201enoch 20 km\u201c. Ich hatte noch 47 min Zeit bis 10 Uhr. Sehr profiliert und in st\u00e4ndigem Auf und Ab passierten wir noch ein paar D\u00f6rfer. Dann eine Abfahrt, ich hatte mich fast an die Gelbjacken herangek\u00e4mpft. Unten ein Bahn\u00fcbergang, die Gelbjacken waren dr\u00fcber, dann blinkte die Ampel rot, und die Halbschranken schlossen sich. Ich wollte ja nicht dr\u00fcber fahren, nur mal schauen, ob schon ein Zug zu sehen w\u00e4re. Da kam ein Triebwagen, ich musste richtig stehen bleiben, blieb in meinen Klickpedalen h\u00e4ngen und fiel einfach um. Nichts passiert, aber mein Sattel hatte sich verdreht. So ging es nicht weiter. Also Imbusschl\u00fcssel rauskramen, Sattel richten. Die Zeit verrann. Nachdem sich die Schranke endlich ge\u00f6ffnet hatte, musste ich nun aus dem Stand den Gegenanstieg bew\u00e4ltigen. Die Gelbjacken waren weg. Sollte ich mir meine sicher geglaubte Ankunftszeit noch vermasseln? N\u00e4chster Ort war ein Dorf namens Chemnitz. Hier waren die meisten Transparente und Mutmacher-Schilder angebracht. Ein radsportbegeistertes Dorf. Ich h\u00e4tte lieber woanders hinschauen sollen, denn nach Querung einer Hauptstra\u00dfe und weiteren 500 m stand ich pl\u00f6tzlich vor einem Sackgassenschild. Das konnte doch nicht wahr sein. Wieder hatte ich mich verfahren und einen Abzweig verpasst.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Rest ging so. In Wulkenzin kam ich auf die B192, noch ein letzter Anstieg, dann lag mir Neubrandenburg zu F\u00fc\u00dfen. In rasender Abfahrt und bei starkem Autoverkehr gab es nun \u2013 fast \u2013 kein Halten mehr, denn nochmals bremste mich eine rote Ampel aus. Dann noch durch den Kulturpark und \u00fcber die Oberbachbr\u00fccke, eine mit einer Gummimatte ausgelegte Bogenbr\u00fccke f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, die einem nochmal das Herz stocken lie\u00df, und die Zielgasse war erreicht. Es war 9:59 Uhr, auf meinem Fahrradcomputer. Tats\u00e4chlich h\u00e4tte ich mir noch 3 min Zeit lassen k\u00f6nnen, denn es war erst 9:56 Uhr. Meine eiserne Reserve. Bei mir waren es 303 km, die 3 km waren meine Umwege.<\/p>\n<p class=\"p1\">Nun hie\u00df es warten auf HH &amp; HH. Ich hatte keine Ahnung, wo sie waren und wann sie kommen w\u00fcrden und hatte ein schlechtes Gewissen. Der Wind blies heftig, ich begann zu frieren und suchte Schutz in einem Versorgungszelt. Eine schwarze Wand zog auf. Sollten die beiden jetzt nochmal pitschnass werden? Ja sie sollten, und das war noch nicht das Ende. Nachdem sich die Sonne wieder f\u00fcr einige Zeit gezeigt hatte, kam die n\u00e4chste richtig schwarze Wand. Die Pappbecher des Wernesgr\u00fcner-Standes flogen durch die Gegend, ein Partyzelt gab den Geist auf. Ich verkr\u00fcmelte mich in das stabile Orga-Zelt, wo ich am Computer zumindest erfuhr, wann Helge und Hendrik die Zeitnahme in Alt-Sch\u00f6nau \u2013 72 km vor dem Ziel \u2013 passiert hatten. Das gab Hoffnung. Doch bevor sie kamen, ging noch ein heftiges Gewitter mit ein paar Hagelk\u00f6rnern hernieder. Also die Tagfahrt w\u00e4re auch nicht am\u00fcsant geworden.<\/p>\n<p>Unterdessen spielten sich im Zielbereich unglaubliche Szenen ab. Hier kam eine \u2013 nicht gerade wie eine Leistungssportlerin aussehende &#8211; Frau auf ihrem stinknormalen Damenfahrrad mit Lenkertasche freudestrahlend nach 300 km ins Ziel. Der Moderator verlie\u00df sein Moderatorenh\u00e4uschen, daher der Begriff \u201eer ist v\u00f6llig aus dem H\u00e4uschen\u201c, und begl\u00fcckw\u00fcnschte die Dame pers\u00f6nlich. Er ging gar nicht in sein H\u00e4uschen zur\u00fcck, denn es folgte unmittelbar danach der Liegeradfahrer Bernd G\u00fcckel aus Porta Westfalica, mit dem wir uns am Vorabend noch unterhalten hatten. Er schilderte uns seine Not am Berg, wenn der Tacho auch mal einstellige Geschwindigkeiten anzeigte, aber daf\u00fcr machte ihm Gegenwind nichts aus. Und hier rollte er ganz entspannt nach 15:36 h Fahrt ins Ziel. Was soll man da noch sagen? Einfach nur: Nichts ist unm\u00f6glich!<\/p>\n<figure id=\"attachment_4430\" aria-describedby=\"caption-attachment-4430\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4430 size-full lazyload\" data-src=\"http:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-49.jpg\" alt=\"MSR 2015 49\" width=\"653\" height=\"490\" data-srcset=\"https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-49.jpg 653w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-49-300x225.jpg 300w, https:\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-49-45x35.jpg 45w\" data-sizes=\"(max-width: 653px) 100vw, 653px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 653px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 653\/490;\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4430\" class=\"wp-caption-text\">Geschafft!<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">Helge und Hendrik schildern ihre Erlebnisse lieber selbst. F\u00fcr uns alle ging der Tag mit einem Essen beim Chinesen zu Ende. Danach kam die M\u00fcdigkeit mit einer solchen Wucht, dass auch das DFB-Pokalfinale nicht mehr interessierte.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Tour war auf jeden Fall unter diesen Bedingungen eine grenzwertige Erfahrung. Wir wollen sie irgendwann nochmal machen, dann aber bei Tageslicht und bitte bei sch\u00f6nem Wetter, um die herrliche Landschaft auch genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Die MSR hat ein gro\u00dfes Potential, ein genau solcher Mythos zu werden wie die V\u00e4tternrunde. Ich prognostiziere sp\u00e4testens in f\u00fcnf Jahren auch Teilnehmerzahlen jenseits der 10 000. Hier werden Radsport-Geschichten geschrieben, die haften bleiben, vielleicht so wie diese hier.<\/p>\n<p class=\"p1\">Strecke mit H\u00f6henprofil: <a href=\"http:\/\/www.gpsies.com\/map.do?fileId=ofrjdgztzmckjlwh\" target=\"_blank\">http:\/\/www.gpsies.com<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">MSR-Homepage: <a href=\"http:\/\/www.mecklenburger-seen-runde.de\" target=\"_blank\">http:\/\/www.mecklenburger-seen-runde.de<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">Bericht: Dieter Ullrich<\/p>\n<p class=\"p1\">Bilder: Hendrik Hultsch<\/p>\n<p class=\"p1\">01.06.2015<\/p>\n<p class=\"p1\">[divide]<\/p>\n<p class=\"p1\">Bilderstrecke:<\/p>\n<p class=\"p1\">\n\t\t\t<!-- START MSR_2015 REVOLUTION SLIDER 6.6.18 --><p class=\"rs-p-wp-fix\"><\/p>\n\t\t\t<rs-module-wrap id=\"rev_slider_8_1_wrapper\" data-source=\"gallery\" data-aimg=\"\"  style=\"visibility:hidden;background:#E9E9E9;padding:0;margin:0px auto;margin-top:0;margin-bottom:0;\">\n\t\t\t\t<rs-module id=\"rev_slider_8_1\" style=\"\" data-version=\"6.6.18\">\n\t\t\t\t\t<rs-slides style=\"overflow: hidden; position: absolute;\">\n\t\t\t\t\t\t<rs-slide style=\"position: absolute;\" data-key=\"rs-169\" data-title=\"Slide\" data-thumb=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-1-100x50.jpg\" data-anim=\"adpr:false;\">\n\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/plugins\/revslider\/public\/assets\/assets\/dummy.png\" alt=\"\" title=\"In der H\u00f6lle des Nordens\" class=\"rev-slidebg tp-rs-img rs-lazyload\" data-lazyload=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-1.jpg\" data-parallax=\"off\" data-no-retina>\n<!---->\t\t\t\t\t\t<\/rs-slide>\n\t\t\t\t\t\t<rs-slide style=\"position: absolute;\" data-key=\"rs-170\" data-title=\"Slide\" data-thumb=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-2-100x50.jpg\" 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data-lazyload=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-4.jpg\" data-parallax=\"off\" data-no-retina>\n<!---->\t\t\t\t\t\t<\/rs-slide>\n\t\t\t\t\t\t<rs-slide style=\"position: absolute;\" data-key=\"rs-172\" data-title=\"Slide\" data-thumb=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-7-100x50.jpg\" data-anim=\"adpr:false;\">\n\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/plugins\/revslider\/public\/assets\/assets\/dummy.png\" alt=\"\" title=\"In der H\u00f6lle des Nordens\" class=\"rev-slidebg tp-rs-img rs-lazyload\" data-lazyload=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-7.jpg\" data-parallax=\"off\" data-no-retina>\n<!---->\t\t\t\t\t\t<\/rs-slide>\n\t\t\t\t\t\t<rs-slide style=\"position: absolute;\" data-key=\"rs-173\" data-title=\"Slide\" 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Nordens\" class=\"rev-slidebg tp-rs-img rs-lazyload\" data-lazyload=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-16.jpg\" data-parallax=\"off\" data-no-retina>\n<!---->\t\t\t\t\t\t<\/rs-slide>\n\t\t\t\t\t\t<rs-slide style=\"position: absolute;\" data-key=\"rs-178\" data-title=\"Slide\" data-thumb=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-17-100x50.jpg\" data-anim=\"adpr:false;\">\n\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/plugins\/revslider\/public\/assets\/assets\/dummy.png\" alt=\"\" title=\"In der H\u00f6lle des Nordens\" class=\"rev-slidebg tp-rs-img rs-lazyload\" data-lazyload=\"\/\/laufgruppe-lvb.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/MSR-2015-17.jpg\" data-parallax=\"off\" data-no-retina>\n<!---->\t\t\t\t\t\t<\/rs-slide>\n\t\t\t\t\t\t<rs-slide style=\"position: absolute;\" data-key=\"rs-179\" data-title=\"Slide\" 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Wer ist die Ungl\u00fcckliche? Die Mecklenburger Seenrunde (MSR). Ok wie in einer echten Beziehung kamen nach dem ersten Blick auch einige Dissonanzen auf, auch Fl\u00fcche, aber was soll es? Am Anfang und erst recht am Ende stand bzw. steht die Liebe. Irgendwann Ende 2014 fragte mich Helge, ob wir diese 300 km lange Radrundfahrt f\u00fcr Volkssportler durch die Mecklenburger Seenplatte nicht mal mitmachen wollten. Gesagt getan, wir holten Micha noch ins Boot, und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, bewarben wir uns um eine Startzeit am sp\u00e4ten Freitagabend, um die Nacht durchzufahren. Auf diese Weise hatte ich die als Vorbild f\u00fcr die MSR dienende V\u00e4tternrunde in Schweden bereits dreimal mit guten Erfahrungen bestritten. Was ich nicht dabei bedachte, war, dass wegen der 500 km s\u00fcdlicheren Lage Mecklenburgs und dem zwei Wochen zeitigeren Austragungstermin die Nacht viel l\u00e4nger ist als Mitte Juni in Schweden. Au\u00dferdem unber\u00fccksichtigt blieb von mir die wesentlich geringere Teilnehmerzahl. In Schweden sind es 20000 Starter, in Mecklenburg 2000, und w\u00e4hrend bei der V\u00e4tternrunde die ganze Nacht hindurch Trupps im Minutenabstand an den Start gehen, gibt es bei der MSR nur zwei Startzeitfenster am Freitagabend und am Samstagmorgen. Wer also am Freitagabend startet und nicht z\u00fcgig unterwegs ist, kann das Pech haben, die ganze Strecke nahezu allein fahren zu m\u00fcssen. Die Vorbereitung lief f\u00fcr uns alle drei sehr holprig. Besonders schlimm traf es Micha, der bei einer langen Trainingsfahrt von einem Auto angefahren wurde, st\u00fcrzte und sich das Schl\u00fcsselbein brach. Hinzu kam noch die Fahrerflucht des Verursachers. Also mussten wir uns einen neuen dritten Mann suchen. Hendrik ist ja so eine Art Joker. Wie schon beim Wintermarathon, wo er kurzfristig zusagte, war er auch hier sofort bereit mitzufahren. F\u00fcr mich undenkbar! Sein Rennrad aus dem Verkehrsmuseum hatte er zwei Jahre nicht benutzt (oder noch l\u00e4nger?), ein echtes Stahlross. Helge setzte auf seine Lauffitness, ich kam nach Implantation eines neuen Schrittmachers (der mir beim Radfahren aber keine Schrittmacherdienste leistete) wenigstens noch 5 Wochen zum regelm\u00e4\u00dfigen Radfahren, war vom medizinischen Personal aber eigentlich zu sechs Wochen Schonung verdonnert worden. In Trainingspl\u00e4nen wird angegeben, dass man vor so einer Mammuttour mindestens 1000 km und davon mindestens zweimal \u00fcber 100 km am St\u00fcck gefahren sein sollte, um \u00fcberhaupt durchzukommen. Ich schaffte die 1000 km mit meiner letzten Trainingsfahrt, Hendrik hat sich der Empfehlung komplett verweigert und bewegte sich wahrscheinlich im zweistelligen km-Bereich in der Vorbereitung. Nun ja, und Helge hat sich letzten Endes mit seiner guten Laufgrundlage \u00fcber die Ziellinie gerettet. Bei unserer Ankunft im Start-\/Zielbereich am Freitagnachmittag in Neubrandenburg direkt am Tollensesee war dort nicht viel los. Man war gr\u00f6\u00dftenteils noch mit dem Aufbau der diversen Versorgungszelte befasst. Auf der B\u00fchne sorgte Extremsportler Joey Kelly f\u00fcr etwas Stimmung. Wir hielten uns da nicht lange auf und holten nur unsere Startunterlagen ab. Nebenbei fand Hendrik noch sein Traumrad f\u00fcr die n\u00e4chste MSR. Allerdings k\u00f6nnte dieses Modell dann schon wieder technisch veraltet sein. In unserem 10 km entfernten Quartier gr\u00fcbelten wir \u00fcber die Anzugsordnung und informierten uns \u00fcber die Wetterprognosen. Die sahen nicht so schlecht aus. Nat\u00fcrlich sollte es nachts kalt werden, 8\u00b0C waren angek\u00fcndigt, aber es sollte dabei weitestgehend trocken bleiben. Damit wurden die Meteoro-L\u00fcgen ihrem Ruf wieder vollauf gerecht. Wir zogen an warmer Bekleidung eigentlich alles an, was wir hatten. Lang\u00e4rmlige Trikots, lange Hosen, Windstopper, Regenjacke, Handschuhe, \u00dcberschuhe, Kopfschutz. Damit hatten wir alles richtig gemacht, nur dachten wir zu diesem Zeitpunkt, dass wir unterwegs davon etwas ausziehen k\u00f6nnten, aber das Gegenteil war der Fall. Man h\u00e4tte nachts noch mehr anziehen k\u00f6nnen. Unsere Startzeit war 21:05 Uhr. Der Veranstalter nennt uns liebevoll Nightrider. Was uns eigentlich erwarten sollte, wurde mir erst beim Warten auf den Start klar. Da startete eine Gruppe um 20:32 Uhr, dann passierte fast eine halbe Stunde lang gar nichts. Wir w\u00fcrden zun\u00e4chst keine Chance haben, uns mit irgendeiner Gruppe zusammen zu tun, weil die Abst\u00e4nde nach vorn und hinten zu gro\u00df waren. Wir gingen mit etwa 50 Radlern auf die Strecke. Durch Neubrandenburg hindurch fuhren zwei Polizeimotorr\u00e4der vornweg, um uns in der Anfangseuphorie etwas zu bremsen. Allerdings kam schon bei km zwei &#8211; nat\u00fcrlich in der Bergstra\u00dfe &#8211; ein Berg, wie man ihn in Neubrandenburg nicht erwartet h\u00e4tte. W\u00e4hrend Hendrik den Berg hochst\u00fcrmte als w\u00e4re oben das Ziel, hatte ich M\u00fche, die Motorr\u00e4der im Blick zu behalten. Oben angekommen keuchten Helge und ich schon heftig, aber zum Gl\u00fcck hatten wir nur noch 298 km vor uns und einen Berg weniger. Danach kam man allm\u00e4hlich wieder zur Besinnung, aber bis zum ersten Depot &#8211; auch dieser Begriff f\u00fcr die Verpflegungsstationen wurde von der V\u00e4tternrunde \u00fcbernommen \u2013 in Feldberg nach 41 km war es ein st\u00e4ndiges Auf und Ab. Insgesamt weist die MSR 2100 H\u00f6henmeter auf. Das bekamen wir insbesondere &#8211; aber nicht nur &#8211; auf den ersten 40 km zu sp\u00fcren. Wir hatten uns gerade einigerma\u00dfen eingerollt, das Gros der mit uns Gestarteten war schon weit voraus und unseren Blicken entschwunden, als wir das St\u00e4dtchen Burg Stargard erreichten. Wir konnten uns ein etwas schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen, denn der ganze Pulk stand an einer geschlossenen Bahnschranke. Es war ein bisschen wie bei Hase und Igel. Die Truppe war nun etwas ruhiger geworden, sodass es doch in einem gr\u00f6\u00dferen Fahrerfeld weiterging. Mittlerweile wurde es dunkel, ich merkte, dass ich an der falschen Stelle gespart hatte. Meine Funzel war vielleicht von vorn zu sehen, aber zum Ausleuchten der Stra\u00dfe reichte sie nicht. Wir rollten in breiter Front durch den nachtschwarzen Wald als pl\u00f6tzlich wie aus dem Nichts ein Auto auftauchte. Puh die erste kitzlige Situation. Gruppenfahren erfordert so schon h\u00f6chste Konzentration, nachts wird das Ganze zum russischen Roulette. Allerdings habe ich w\u00e4hrend der ganzen Fahrt keine schlimmen St\u00fcrze gesehen. In Feldberg nahmen wir Kaffee und Br\u00f6tchen zu uns, und dann kam meine kritikw\u00fcrdige Aktion. Tut mir Leid Jungs, aber ich merkte wie gut es heute rollte, und dr\u00fcckte nun etwas aufs Tempo. Ich konnte mich leider nicht an die vorher getroffene Absprache des gemeinsamen Fahrens halten. Als Teamplayer habe ich heute versagt. So rollte ich einfach weiter und bekam Helge und Hendrik bis ins Ziel nicht mehr zu Gesicht. Nach etwa 5 km Alleinfahrt kam endlich die sehnlichst erhoffte Gruppe an mir vorbei gerollt. Das waren einfach Einzelk\u00e4mpfer, die sich zusammen gefunden hatten und merkten, dass es gemeinsam besser geht. Ich biss mich hinten fest. Es war genau mein Wohlf\u00fchltempo. Nur die Anstiege bereiteten mir Probleme. Bergab konnte ich m\u00fchelos wieder aufschlie\u00dfen. Es rollte super, genau 0 Uhr waren wir in Neustrelitz (75 km). Auf der Pflasterstra\u00dfe zerfiel die Gruppe, ich war pl\u00f6tzlich wieder allein. Im Augwinkel sah ich das Hinweisschild \u201eDepot noch 200 m\u201c, verpasste aber die Einfahrt. Mir kamen zwei Radler entgegen und fragten nach dem Depot. War wirklich schlecht ausgeschildert. Zum Zur\u00fcckfahren und Suchen hatte ich keine Lust. Das n\u00e4chste Depot w\u00fcrde in R\u00f6bel kommen, \u00fcber 50 km. Das w\u00e4ren dann von Feldberg fast 90 km ohne Verpflegung. Ich wusste, dass das jetzt Harakiri werden k\u00f6nnte weiterzufahren. Aber bevor ich weiter nachdenken konnte, kam wieder eine Gruppe vorbei. Also hintendran und kraftsparend mitfahren. Zu trinken hatte ich noch reichlich. Die Strecke war jetzt total flach und f\u00fchrte durch Gegenden, die ich von fr\u00fcheren Urlaubsreisen kannte. Leider war nichts zu sehen von Mirow, von der M\u00fcritz. Totale Dunkelheit. Was aber viel wichtiger war im Moment: Wir fuhren ein knappes 30er Tempo, und ich konnte im Windschatten immer wieder einen Tritt auslassen. Mein Blick galt fast ausschlie\u00dflich dem Hinterrad meines Vordermanns. Erstaunlich und f\u00fcr mich erfreulich, es gibt immer wieder die Leithammel, die gern vorn fahren und gar nicht wollen, dass jemand anders die F\u00fchrungsarbeit \u00fcbernimmt. Ein Argument spricht daf\u00fcr: Bei einem Sturz sind sie fein raus. Daf\u00fcr verschlei\u00dfen sie sich aber auch \u00fcber Geb\u00fchr. Ich war jetzt schon etwas berauscht. Wir kamen um 2 Uhr in R\u00f6bel an und hatten 130 km auf dem Tacho. Und ich f\u00fchlte mich gut. Es gab keine wirkliche Begr\u00fcndung daf\u00fcr. Ich lag weit \u00fcber meinen eigenen Erwartungen. So nahm ich mir am Depot in R\u00f6bel direkt an der M\u00fcritzpromenade richtig Zeit. Es gab Nudeln Bolognese, dazu Kaffee, Tee, Isogetr\u00e4nke und vieles mehr. Dies war hier versorgungstechnisch das Hauptdepot. Mir sa\u00df ein bemitleidenswerter Mitstreiter gegen\u00fcber. F\u00fcr ihn stand fest, dass er hier aufh\u00f6rt. Er wartete auf den Bus um 2:50 Uhr, der ihn ins Ziel bringen w\u00fcrde. Das war perfekt organisiert und in den Startgeb\u00fchren enthalten. Ein Reisebus mit Fahrradanh\u00e4nger fuhr nach festem Fahrplan und sammelte die verhinderten Helden der Landstra\u00dfe samt ihren R\u00e4dern ein. Dies wollte ich noch nicht in Anspruch nehmen. W\u00e4re schade gewesen, denn noch war es trocken, hin und wieder spendete der zaghaft hinter den Wolken hervorlugende Mond etwas Licht. Alles im gr\u00fcnen Bereich. Ich hielt Ausschau nach einem Trupp, der aufbricht, aber da tat sich nichts. Nach 20 min Pause machte ich mich allein auf den weiteren Weg. Und wieder hatte ich zumindest etwas Gl\u00fcck. Am Anstieg aus R\u00f6bel heraus kam ein einsamer K\u00e4mpfer an mir vorbei, und mit leichter Temposteigerung konnte ich dranbleiben. Im flachen Bereich konnte ich gut mitfahren, am Berg war er mir etwas zu schnell. Aber es gibt ja richtige Kumpel. Er wartete immer wieder auf mich. Er war aus Stralsund, sag noch mal einer was gegen Fischk\u00f6ppe. Wir unterhielten uns und fuhren sogar eine ganze Weile nebeneinander. Wir kreuzten wohl dreimal die Autobahn nach Rostock, die an dieser Stelle wegen Bauarbeiten gesperrt war. Wir rollten dummerweise genau auf der Umleitungsstrecke. Im Minutentakt preschten LKW\u2019s an uns vorbei. Das war nicht lustig. Nach der zweiten Autobahnquerung bogen wir scharf rechts ab. Pl\u00f6tzlich gab es einen Schlag, und mir riss es den Lenker aus der Hand. Ich hatte ein riesiges Loch voll getroffen und gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass ich einen Sturz vermeiden konnte und in meinem Vorderrad keine Acht war. Ist halt Martin-G\u00f6tze-Wertarbeit. Am hinteren Rahmenrohr hatte Martin G\u00f6tze sein Logo \u201eMartin G\u00f6tze \u2013 Sch\u00f6ne schnelle R\u00e4der\u201c aufgeklebt. Als ich voriges Jahr zu ihm sagte, dass es da doch keiner sehen w\u00fcrde, lautete seine Antwort: \u201eDas darf man nur von hinten sehen\u201c. Nun, so schnell war ich dann doch nicht. Es folgte eine sicher bei Tageslicht und Sonnenschein traumhafte Strecke auf schmaler, gut asphaltierter Stra\u00dfe in vielen Windungen durch den Wald und am Ufer des Petersdorfer Sees entlang bis zum Plauer See, dann wieder mit kurzem knackigen Anstieg zur\u00fcck Richtung Malchow. Ich musste das Tempo komplett herausnehmen, sah mit meiner Funzel fast nichts mehr. Mein Stralsund-Begleiter hatte eine richtige Powerlampe, aber der war weg. Aufatmen als es wieder auf eine beleuchtete Ortsdurchfahrt ging. An Malchow vorbei, ebenfalls eines meiner fr\u00fcheren Urlaubsziele, bekam man wieder etwas zu sehen. Ganz langsam kam so etwas wie Morgend\u00e4mmerung auf. V\u00f6gel begannen zu zwitschern. Zum Ausgleich, damit es nicht zu einfach wird, begann es nun zu regnen. Was aber noch nicht so st\u00f6rend war, da der R\u00fcckenwind heftig schob. Trotzdem war ich wiederum \u00fcberrascht, als ich das n\u00e4chste Depot bei km 176 in Nossentiner H\u00fctte erreichte. Meine Uhr zeigte 4:15 Uhr. Ich konnte mir Zeit lassen. Hier bediente uns die Freiwillige Feuerwehr mit lecker Kuchen, mit Wurstbemmen, mit Salzgurken und und und\u2026 Nebenan gab es einen Raum mit Liegen. Wer m\u00fcde war konnte sich hinlegen. Ich war nicht m\u00fcde und begab mich auf die n\u00e4chste Etappe. Nochmal fand ich eine Gruppe, die mir aber zu schnell war. Die fuhren ein 35er Tempo, was mir selbst im Windschatten zu heftig war. Es wurde nun sehr einsam, und meine Titelzeile kommt ins Spiel. Es regnete mittlerweile in Str\u00f6men, der Wind kam von der Seite und ich war mutterseelenallein unterwegs. Der Begriff \u201eH\u00f6lle des Nordens\u201c ist ja an den Radklassiker Paris-Roubaix vergeben und leitet sich von den grausamen Kopfsteinpflasterpassagen ab. Was jetzt hier bei der MSR passierte, war, wenn schon nicht die H\u00f6lle so doch mindestens das Fegefeuer, daf\u00fcr aber viel zu kalt. Am Depot Alt-Sch\u00f6nau bei km 228 hatte man drei Feuerk\u00f6rbe aufgestellt, um die sich die j\u00e4mmerlichen Figuren wie ich versammelt hatten, um etwas W\u00e4rme aufzunehmen. Da sa\u00dfen durchtrainierte Radsportler und zitterten wie Espenlaub, teilweise auch mit kurzen Hosen. 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